Grundlagen systemischen Arbeitens im familienrechtlichen Kontext

Grundsatz
Systemisches Denken und Handeln ist im familiengerichtlichen Kontext für alle beteiligten Fachkräfte bei der Auseinandersetzung mit allen wesentlichen Themenbereichen nützlich und hilfreich. Mit unserer Weiterbildung bieten wir spezifisches Fachwissen und praktische Methoden an. In ihr können ein erweitertes
Verständnis des Systems Familie gewonnen sowie Beratungs- und andere Feldkompetenzen für den direkten Kontakt mit den Betroffenen erworben werden.

Ausbildungsrahmen
Die Weiterbildung erfolgt in vier Blöcken mit insgesamt 80 Stunden an 10 ganztägigen Weiterbildungstagen. Die Blöcke sind nach Themen gegliedert und bauen aufeinander auf. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Fachkräfte aus Psychologie / Pädagogik/ Sozialpädagogik und Rechtswissenschaft.

Weiterbildungsziele
Mit dieser berufsbegleitenden Weiterbildung erhalten Sie eine fundierte Grundlage, um sich eine systemische Grundhaltung zu erarbeiten. Es wird der theoretische Hintergrund vermittelt, der zum Verständnis komplexer Beziehungszusammenhänge erforderlich ist. Wichtige Gesprächsführungskompetenzen für Ihre Arbeit mit Einzelnen, mit Familien, Kindern und Jugendlichen und im Kollegium werden erarbeitet; Techniken für eine effektive und zielführende Gesprächsführung vermittelt. Darüber hinaus setzen Sie sich mit dem eigenen Zugang zum Kontext Familiengericht auseinander.

Weiterbildungsinhalte

Block I Grundlagen der systemischen Beratung, Geschichte des systemischen Ansatzes naturwissenschaftlich- philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen, Kommunikationstheorie, Selbsterfahrung I

Block II Systemische Konzepte von „dysfunktionalen“ Familien, Hypothesenbildung, die Funktion des Symptoms, Ressourcenorientierung, systemische Haltung, Selbsterfahrung II

Block III Systemische Gesprächsführung, Auftragsklärung, lösungsorientierte Anamneseerhebung, zirkuläre Fragetechniken u.a., narrative Techniken, Reframing, Umdeuten, der Umgang mit externalisieren Berichte und Stellungnahmen, Selbsterfahrung III

Block IV Spezielle Aspekte des systemischen Arbeitens im Familienrecht, Vertiefung der im 3. Block erarbeiteten Methoden anhand familienrechtlicher Fragestellungen, z.B. Paarebene vs. Elternebene, Bindungstoleranz, Hochstrittigkeit, Gewalt, Trauma, Resilienz, Zwangskontext, hoffnungslose Klienten, Krisenintervention, Unterstützung
elterlicher Präsenz, Selbsterfahrung IV. Abschluss und Auswertung des Kurses

Termine / Kosten / Anmeldung
Block I Grundlagen der systemischen Beratung 26.09.2019 – 27.09.2019
Do 09.00 – 17.00 Uhr
Fr 09.00 – 17.00 Uhr
Block II Systemische Konzepte von „dysfunktionalen“ Familien 31.10.2019 – 01.11.2019
Do 09.00 – 17.00 Uhr
Fr 09.00 – 17.00 Uhr
Block III Systemische Gesprächsführung 28.11.2019 – 01.12.2019
Do 09.00 – 17.00 Uhr
Fr 09.00 – 17.00 Uhr
Sa 09.00 – 17.00 Uhr
So 09.00 – 14.30 Uhr
Block IV Spezielle Aspekte des systemischen Arbeitens im Familienrecht 23.01.2020 – 24.01.2020
Do 09.00 – 17.00 Uhr
Fr. 09.00 – 17.00 Uhr

Kosten
Die Kosten für die achttägige Weiterbildung betragen 1100,00 € inkl. Pausengetränke. Der Betrag kann auf Anfrage auch in Raten gezahlt werden. Eventuell entstehende weitere Kosten z.B. für Anfahrt und Unterkunft sind nicht im Preis  inbegriffen.

Allgemeine Informationen
Dieses Weiterbildungsangebot findet in Kooperation mit Fachverband für Systemisch Lösungsorientierte Sachverständige (FSLS) statt und erfüllt mit den Ausbildungsinhalten und der zeitlichen Dauer die Voraussetzungen, um in den FSLS
nach Absolvierung der Ausbildung zum / zur Sachverständigen aufgenommen zu werden.

Dieses Angebot wird ab sechs Teilnehmer*innen durchgeführt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Heike Pethke
E-Mail: info@ilf-berlin.de
Tel: 030-68913092
Mobil: 0177 6774419
Anmeldungen über die Website: ilf-berlin.de

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